Claudia Steinberg

FRUKTOSE

Fructose (oft auch Fruktose, von lateinisch fructus "Frucht", veraltet Lävulose, umgangssprachlich Fruchtzucker) ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung. Fructose gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten.

Haushaltszucker ist ein Zweifachzucker der sich aus Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) besteht. Natürlicherweise ist Fruchtzucker in Obst, Gemüse, Getreide, Zuckerrüben, Zuckerrohr, Nüssen und Honig in sehr unterschiedlichen Mengen enthalten.

Hier beginnt ein "Verwirrspiel":
In Weintrauben ist sehr viel Fruktose enthalten. Die deutsche Bezeichnung "Traubenzucker" für Glukose ist hier irreführend. Traubenfruchtsüße (Dicksaft aus Trauben), in der Werbung oft "Süße aus Früchten" genannt enthält ebenfalls viel Fruktose.

Fruktose wird unabhängig von Insulin verstoffwechselt und ist deshalb in vielen Diätprodukten für Diabetiker enthalten.

Quellen: Wikipedia und "Nahrungsmittel Intoleranzen" von Doris Fritzsche, Gräfe und Unzer, ISBN: 978-3-8338-1368-9

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Warum fruktosearm?

Intestinale Fruktoseintoleranz ist die am häufigsten vorkommende Art von Fruktoseintoleranz, das heißt Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktose). Gelangt ein größerer Anteil konsumierten Fruchtzuckers wegen unvollständiger Aufnahme im Dünndarm in den Dickdarm, so spricht man von Fruktosemalabsorption. Intestinale Fruktoseintoleranz liegt vor, wenn der malabsorbierte Fruchtzucker zusätzlich auch zu Symptomen wie Durchfall, Blähungen und Schmerzen führt.

Die Bedeutung der intestinalen Fruktoseintoleranz hat in der Vergangenheit zugenommen, da sich die Menge an Fruktose in der Nahrung in den letzten Jahren durch industriell bereitgestellte Süßungsmittel erheblich erhöht hat.

Die übliche tägliche Aufnahme von Fruchtzucker mit der Nahrung in verschiedenen Ländern liegt bei 11 bis 54 g je Person.

Ursache für die intestinale Fruktoseintoleranz (IFI) ist das gemeinsame Auftreten von Fruktosemalabsorption (FM) und einer zusätzlichen funktionellen Darmstörung. Bei Fruktosemalabsorption wird dem Speisebrei im Dünndarm nicht genug Fruktose entzogen, sodass ein größerer Teil dieser Fruktose in den Dickdarm gelangt. Die funktionelle Darmstörung führt dann dazu, dass die in den Dickdarm gelangende Fruktose unangenehme Symptome wie Durchfall, Blähungen oder Schmerzen verursacht, d. h. diesen Teil der Fruktose unverträglich macht.

Die Hauptsymptome bei Fruktosemalabsorption sind Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Bei Betroffenen, die weiter Fruktose essen, kann sich die Darmflora und damit die Aufnahmefähigkeit im Dünn- und Dickdarm weiter verschlechtern. Es kann zu weiteren Symptomen wie Reizmagen oder Reizdarm kommen. Die Symptome werden vorwiegend durch das entstandene Kohlenstoffdioxid (Blähungen) und die kurzkettigen Fettsäuren (osmotische Diarrhö) verursacht.

Primärsymptome
Folgende Symptome treten nach einmaliger Aufnahme fruktosehaltiger Nahrung auf: Bauchschmerzen, Krämpfe und Koliken (wegen Gärung im Dünn- und Dickdarm)

  • Blähungen (wegen Gärung häufig übelriechend)
  • Breiiger Stuhl (wegen Gärung häufig übelriechend)
  • Durchfall (wegen osmotischer Effekte zum Teil wässriger Durchfall)
  • Völlegefühl
  • Verstopfung

Sekundärsymptome
Weitere Symptome können bei Betroffenen nach häufigerer bzw. regelmäßiger Aufnahme von Fruktose auftreten. Meist sind diese an eine durch die Fruktosemalabsorption bedingte weitere Resorptionsstörung, etwa der essentiellen Aminosäure Tryptophan, der Folsäure oder Zink gebunden.

  • Reizdarmsyndrom
  • Depressionen
    Als Folge der Resorptionsstörungen in Dick- und Dünndarm können auch andere Stoffe, z. B. essentielle Aminosäuren, nicht aufgenommen werden. Wegen fehlenden Tryptophans treten Serotoninmangelsymptome auf.
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Reflux (chronisches Sodbrennen)

Quellen: Wikipedia

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Bei einer Fruktoseunverträglichkeit werden auch einige Zuckeraustauschstoffe schlecht vertragen. Sie verursachen die gleichen Symptome wie Fruktose.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Zuckeralkohole:

Quellen: "Nahrungsmittel Intoleranzen" von Doris Fritzsche, Gräfe und Unzer, ISBN: 978-3-8338-1368-9 und
"E-Nummern" von Prof Dr. I. Elmadfa, Prof. Dr. E. Muskat, Dipl. ök. troph. D. Fritzsche, Gräfe und Unzer, ISBN: 978-3-7742-12320-3

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